Ein bemerkenswertes Bild in der Schlosskapelle zu Kloster Moosen

Eine Besichtigung des Historischen Kreises Dorfen

Am Montag, den 16. Juli 2007 besichtigte der Historische Kreis Dorfen das heutige Kinderheim der Armen Schulschwestern und ehemalige Schloss Moosen. Vereinsmitglied Ludwig Jell hatte einiges in Erfahrung gebracht über die Geschichte des Schlosses. Er informierte darüber die zahlreichen Teilnehmer der Führung. Seine Erkenntnisse fanden ihren Niederschlag in einer Tafel, die am Aufgang zum Kinderheim angebracht worden war und über die wichtigsten historischen Daten des Gebäudes informiert. Freundlicher Weise ermöglichte die Frau Oberin des Kinderheimes den Besuchern auch einen Blick in die Räume des ehemaligen Schlosses und in die Schlosskapelle.

In der Schlosskapelle fand das ehemalige Altarbild, das frisch renoviert worden war und jetzt auf der Musikempore hängt, besonderes Interesse bei den Besuchern. Dieses Bild ist nicht signiert und es ist auch nicht bekannt, aus welcher Zeit es stammt. Es könnte aus der Zeit der Grafen Marawitzky stammen, die von 1720 bis 1813 auf dem damaligen Schloss Moosen residierten, eventuell auch von den Westachern, die bis 1716 Besitzer des Schlosses waren. Dargestellt ist auf dem Bild die Enthauptung der hl. Katharina. Wir sehen im Vordergrund die Heilige als junges Mädchen dargestellt mit entblößtem Hals, bereit für den tödlichen Schwertstreich. Links hinter der Heiligen ist eine rechteckige Säule zu sehen, auf der eine Figur steht, vermutlich das Götterbild, welches Katharina anbeten sollte um ihren Abfall von christlichen Glauben zu belegen. Im Hintergrund sehen wir noch einmal die hl. Katharina vor einem Holzgerüst knien. Das ist vermutlich das Hinrichtungsrad, das der Kaiser Maxentius extra für sie errichten ließ, um sie besonders grausam zu martern. Katharina hatte nämlich vorher durch ihre Klugheit 50 Philosophen zum Christentum bekehrt, ebenso wie seine Garde und die Frau des Kaisers. Wie auf dem Bild zu sehen ist, zerstörte ein Blitz dieses Gebilde und Katharina wurde mit dem Schwert hingerichtet.

Wie eine Inschrift auf dem Bild anmerkt, sind die abgebildeten Personen auf dem Bild zum Teil Bilder der damaligen Schlossherrschaft, nur wissen wir leider nicht, wer dargestellt ist.

Auf jeden Fall ist dieses Bild zusammen mit weiteren Kunstwerken in der Schlosskapelle, einen Besuch wert.

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