Festprogramm Zeilhofen

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Der Isengau

Plakat Isengau

Am Sonntag, dem 28.Febr. 2016 wird im kath. Pfarrsaal Dorfen der Dokumentarfilm

Der Isengau“

gezeigt.

Über eine kurze Einführung von Adolf Kunzmann über die Entstehung des Filmes wird auch der Unterschied zwischen dem historischen und dem landschaftlichen Isengau erläutert.

In bildhaften Darstellungen und fundierten Beschreibungen schildert der Film in erster Linie die reiche Geschichte, die vor allem durch Kirchen, aber auch Burgen, Schlösser und Klöster in einer vom Glauben geprägten Kulturlandschaft eingebettet ist.

Ebenso werden weitere interessante Lebensbereiche entlang der Isen und Goldach dargestellt und teilweise durch Flugaufnahmen ergänzt.

Beginn der Vorführung ist um 14 Uhr, der Eintritt beträgt 7 €.

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Nachruf auf Alois Häusler

Der Historische Kreis Dorfen trauert um sein Gründungsmitglied Alois Häusler, der im Alter von nur 71 Jahren am Nachmittag des 29. September 2015 einem langjährigen Leiden erlegen ist. Das ehemalige Vorstandsmitglied der Raiffeisen-Volksbank Dorfen gehörte auch als Kassenrevisor der Gründungsvorstandschaft an. Wann immer es seine Zeit erlaubte, nahm er am Vereinsleben des Historischen Kreises bis zuletzt gerne Anteil. Noch im April besichtigte er die Dorfener Ausstellung zum Dritten Reich.
Die Heimatgeschichte hatte es dem aus Obergebensbach stammenden Bankkaufmann, der sich vor über 40 Jahren zusammen mit seiner Frau Maria ein Eigenheim in Schwindegg geschaffen hatte, schon lange angetan. Im Ruhestand übernahm er das schöne, aber arbeitsreiche Ehrenamt des Schwindegger Heimatpflegers und Gemeindearchivars und übte es mit großer Leidenschaft aus. So konzipierte und organisierte er mehrere Ausstellungen und gab auch ein Buch mit alten Schwindegger Ansichten heraus. Außerdem vertrat er seine Gemeinde im Kultur-Arbeitskreis des Ostbündnisses und stellte für dessen Website einige alte Pilgerwege dar. Schon während seines aktiven Berufslebens hatte sich der Vater dreier Kinder auf vielfältige Weise ehrenamtlich engagiert, so als Gemeinderat und als Pfarrgemeinderat, wobei er 12 Jahre lang den Vorsitz in diesem Gremium innehatte. Außerdem gab er 1985 den Anstoß zur Gründung der Musikkapelle Schwindegg, der er dann 23 Jahre lang als 1. Vorsitzender vorstand. Und er lernte auch noch mit 40 Jahren, die Posaune zu spielen, und verstärkte so als aktiver Musiker ein Vierteljahrhundert „seine“ Kapelle. Dementsprechend groß war die Betroffenheit über Alois Häuslers Tod in Schwindegg und Umgebung, und die geräumige Pfarrkirche konnte beim Seelengottesdienst die zahlreichen Trauergäste nicht fassen.
Der Historische Kreis dankt Alois Häusler für seine Unterstützung in all den Jahren und wird ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

Alois Häusler

Alois Häusler

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Ein Leben für Familie, Musik und Heimatforschung

Eibach – Am vergangenen Samstag dirigierte er noch hingebungsvoll in der Staffinger Filialkirche seinen Algasinger Kirchenchor. Tags darauf, am Sonntag, legte Karl Engelmann selbst den Taktstock für immer aus der Hand.

Die Nachricht vom plötzlichen Tod des beliebten und weithin bekannten früheren Oberlehrers und langjährigen stellvertretenden Leiters der Schule Grüntegernbach-Eibach, erschüttert nicht nur die Bewohner der Eibacher Altgemeinde sondern viele Freunde und Bekannte im weiten Umkreis. Sein Tod im Alter von 76 Jahren überrascht um so mehr, als der passionierte Radfahrer bis zuletzt durchschnittlich mehrere tausend Kilometer im Jahr mit dem Fahrrad unterwegs war.

Karl Engelmann, erblickte am 29.01.1939 in Cep (Kreis Tepel) im Egerland das Licht der Welt. 1948 kam er als Heimatvertriebener mit seiner Familie zunächst in den Landkreis Mühldorf. Nach dem Besuch der Volks- und weiterbildenden Schule absolvierte er das Studium zum Lehramt. Seine ersten beruflichen Aufgaben fand der Junglehrer an Landschulen im Inn- und Chiemgau, ehe er 1965 an die Schule Grüntegernbach-Eibach berufen wurde. Dort wirkte er viele Jahre bis zu seiner Pensionierung 1999 als stellvertretender Schulleiter.

Als echter Böhmerwälder, respektive Egerländer, zu dem er sich Zeit seines Lebens bekannte, war dem Pädagogen das Musizieren von früher Jugend an auf den Leib geschrieben. Vielen Generationen, vor allem Kindern und Schülern, ebnete der Verstorbene den Weg hin zur Musik. Er hob die Schwindegger Blaskapelle als Dirigent mit aus der Taufe und war maßgebend zusammen mit dem Kollegen Erwin Mulz bei der Gründung der Eibacher Blaskapelle beteiligt. Schließlich übernahm Engelmann auch die Leitung des Algasinger Kirchenchores, baute diesen zum erfolgreichen gemischten Chor um und wirkte bis zuletzt als einsatzfreudiger Dirigent. Große Verdienste erwarb sich der Herzblut-Musiker um die Algasinger Rythmusgruppe die er seit 20 Jahren leitete und mit der er Behinderte einfühlsam mit Orff-Instrumenten an die Musik heranführte.

Im August 1968 ehelichte Engelmann seine Frau Anni, eine geborene Haberstetter aus Grün. Der glücklichen Ehe entstammten eine Tochter und ein Sohn. Neben seiner über alles geliebten Familie, Gattin Anni, Sohn Martin, Tochter Doris und Enkelsohn Dominik samt Schwiegersohn Jürgen, widmete er sich auch und vor allem nach seiner Pensionierung mit Hingabe der Musik.

Mit seinen profunden archäologischen Kenntnissen war der Pensionist schließlich geradezu prädistioniert zum Vorsitzen, als 1998 der Historische Kreis Dorfen gegründet wurde. 15 Jahre hindurch stand er den Heimatforschern erfolgreich vor. In seine Amtszeit fiel unter andem die Anschaffung der ausgemusterten Rangierlok am Isen-Vilstal-Rad- und Wanderweg, ebenso die Errichtung des Dorfener Heimatmuseums. Der Verein ernannte ihn für seine großen Verdienste nach seinem Ausscheiden aus dem Amt 2013 zum Ehrenvorsitzenden.

Engelmann vermittelte in all den Jahren seines erfolgreichen Wirkens viel Wissenswertes aus der heimatlichen Historie, speziell der Früh- und Vorgeschichte. Mehrere ausgewiesene Flur- und Bodendenkmäler wie etwa die Siedlung am Höning bei Kloster Moosen hat Engelmann entdeckt und Beweise für deren Anerkennung erbracht. Obgleich es ihm von seinem ruhigen Naturell fern lag, sich in den Vordergrund zu drängen, brachte er sich stets mit Rat und Tat sowie vielseitigem Wissen immer wieder in die kulturelle Szene in Eibach und der Stadt Dorfen ein.

2013 ehrte ihn die Isenstadt für sein vielseitiges Engagement mit dem Kulturpreis. In all den Jahren führte der heimat- und naturverbunde Mitbürger zahlreiche Gleichgesinnte bei Bahnausflügen, Rad- und Wandertouren zu geschichtsträchtigen Orten sowie bekannten Kloster- und Kirchendomizilen. Mitte Juli war wieder eine Bahnfahrt nach Rott am Inn mit Besichtigung der Klosterkirche geplant.

Jetzt führt ihn seine letzte Reise am Donnerstag zum Friedhof der Filialkirche in Staffing. Dort findet für den gläubigen Verstorbenen um 14 Uhr die Seelenmesse mit anschließender Beerdigung statt.

Georg Brennauer, Münchner Merkur

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Ein neuer Raum im Heimatmuseum von Dorfen

Das Heimatmuseum von Dorfen wurde wieder um einen neuen Raum erweitert. Dort werden Funde aus der Vor- und Frühgeschichte ausgestellt.

Zu sehen sind Funde aus dem Mesolithikum, der Mittelsteinzeit ca. 10 000 v. Chr. Diese stammen vom Höning, einem Höhenzug nördlich der Staatsstraße Dorfen – Schwindkirchen, südlich der Ortschaft Eppenhöning. Dieser Fundort ist der einzige Fundort aus dem Mesolithikum im ganzen Landkreis Erding. Damals ging die Eiszeit zu Ende und das Klima erwärmte sich. An Stelle von eiszeitlichen Großsäugern wurden nun Hirsche, Rehe, Hasen, Vögel und Fische erbeutet und verzehrt. Aufgefundene Spitzen oder Klingenreste bestehen aus den Steinmaterialien Spikulit und Radiolarit, Materialien, die in der nahegelegenen Goldach zu finden sind.

Mit dem Neolithikum, der Jungsteinzeit ab ca. 5500 v. Chr. hielten Ackerbau und Viehzucht bei uns Einkehr. Zu sehen sind aus dieser Zeit Funde, die von Karl Engelmann östlich von Untergebensbach gemacht wurden und der Altheimer Kultur (3900 – 3300 v. Chr.) zugeordnet werden. Darunter sind eine steinzeitliche Sichel, Geschoßspitzen und Keramik. Weitere Funde, etwa ein poliertes Steinbeil, ein Klopfstein oder Bronzezeitliche Keramik harren noch der Präsentation. Zu sehen sind auch Keramikfunde vom Unteren Markt östlich der Marktkirche, also direkt aus dem Ortszentrum Dorfens.

Im gleichen Raum werden auch Funde aus der Römerzeit ausgestellt. Die Römerstraße, die das Mutterland Italien mit dem südbayerischen Legionsstützpunkt Regensburg verband, überquerte im Gebiet von Dorfen das Isental und verlief weiter in Richtung Landshut und
Regensburg.

Auf dem Höning, einer Anhöhe südöstlich von Dorfen, wurden römische Mauersteine, Keramikreste, Schleuder- oder Schussersteine, Hüttenlehm und ein runder Reibstein gefunden. Alles Funde aus der Römerzeit, die in einer Vitrine ausgestellt werden.

Ein weiterer Höhepunkt im Ausstellungsprogramm des Museums sind Funde aus der Merowingerzeit, die bei Kirchstetten in einigen Gräbern als Grabbeigaben gefunden wurden. Diese Waffen (zwei Langsaxe, Messer) und Schmuckgegenstände (Gürtelzungen) sind gut erhalten und stammen womöglich von bewaffneten Kriegern, die den dortigen Isenübergang bewachten. Bei der Bergung der Funde waren auch Mitglieder des historischen Kreises beteiligt. Die Funde wurden fachgerecht restauriert und stellen einen Glanzpunkt unter den Exponaten des Museums dar.

Hönning Landschaft

Auf den Anhöhen südlich des Isentales über der Ortschaft Eppenhöning (rechts) befindet sich der reiche Fundplatz auf dem Höning.

Hönning römische Schleuderkugeln

Waren es Schusser oder Schleuderkugeln? Auf jeden Fall sind das römerzeitliche Funde auf dem Höning.

Römische Keramik

Diese Keramik aus der römischen Kaiserzeit wurde ebenfalls auf dem Höning gefunden.

Ein Langsax war die Standartwaffe der einfachen Krieger, die im Frühmittelalter in Bayern einwanderten und bei Kirchstetten begraben wurden.

Ein Langsax war die Standartwaffe der einfachen Krieger, die im Frühmittelalter in Bayern einwanderten und bei Kirchstetten begraben wurden.

Auch der Scheidenbeschlag und der mit Silber tauschierte Schnallenbeschlag stammen von diesem Fundort (Kirchstetten).

Auch der Scheidenbeschlag und der mit Silber tauschierte Schnallenbeschlag stammen von diesem Fundort (Kirchstetten).

vgl. oben

vgl. oben

Mit übersichtlichen Karten informiert Karl Engelmann über die Lage der Fundorte und Altstraßen in unserer Gegend.

Mit übersichtlichen Karten informiert Karl Engelmann über die Lage der Fundorte und Altstraßen in unserer Gegend.

Mit übersichtlichen Karten informiert Karl Engelmann über die Lage der Fundorte und Altstraßen in unserer Gegend.

Mit übersichtlichen Karten informiert Karl Engelmann über die Lage der Fundorte und Altstraßen in unserer Gegend.

Mit übersichtlichen Karten informiert Karl Engelmann über die Lage der Fundorte und Altstraßen in unserer Gegend.

Mit übersichtlichen Karten informiert Karl Engelmann über die Lage der Fundorte und Altstraßen in unserer Gegend.

 

 

 

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Erinnerungen an den 1. Weltkrieg

Vom 13. September bis 05.Oktober 2014 präsentierte der Historische Kreis Dorfen im Sparkassensaal der Sparkasse Erding Dorfen in Dorfen eine Ausstellung zum Thema 1. Weltkrieg. Bei den Vorbereitungen zu dieser Ausstellung wurden einige interessante Entdeckungen gemacht. Dabei wurde auch ein Totenbuch der Gefallenen Soldaten unserer Pfarrgemeinde wiederentdeckt, das von der Armen Schulschwester Maria Florentina aus dem Schwesternheim Dorfen zusammengestellt wurde. Für jeden gefallenen Soldaten wurde eine Seite kalligraphisch gestaltet und dessen Name, sein Wohnort, seine Einheit, sein Dienstgrad, seine Auszeichnungen, sein Todesdatum und Todesort angegeben.

Das Buch war ursprünglich nur für die Gefallenen Soldaten der „Leib-Regiments-Vereinigung Dorfen und Umgebung“ gedacht, wurde aber auf alle gefallenen Soldaten der Pfarrgemeinde erweitert. Es lag ab 1923 in der damaligen Kriegergedächtniskapelle auf und konnte von jedem Besucher eingesehen werden. Leider wurden dabei aus dem Buch einige Seiten herausgerissen, sodass nicht mehr alle Gefallenen der Pfarrei im 1. Weltkrieg dort aufgeführt sind.

Eine statistische Auswertung der noch vorhandenen Einträge wirft ein interessantes Licht auf die Schicksale der Soldaten aus Dorfen und Umgebung:

Nach dem Inhaltsverzeichnis sind 156 Soldaten aus der Pfarrei gefallen. Im Buch sind noch 134 Soldaten erfasst. Von diesen fielen im Gefecht oder wurden an der Front vermisst 114 Soldaten. Von diesen wiederum kamen 89 Soldaten in Frankreich ums Leben. In der Heimat oder im Lazarett starben 20 Soldaten, davon wieder 10 Soldaten erst nach dem Krieg an ihren Verletzungen, an Erschöpfung oder an der damals grassierenden „Spanischen Grippe“.

In Frankreich gab es drei Schwerpunkte der Gefechte und Verluste, nämlich das Elsass, die Kämpfe um Verdun und an der Somme. Ein Soldat fiel tief im Süden an der griechischen Grenze, mehr Soldaten in Rumänien und einige im Norden im Baltikum.

Der erste gefallene aus Dorfen war Johann Lipp, der am 15. August 1914 im Elsass gefallen ist und als letzter starb Josef Pfasch noch am 20. Juli 1920 im Lazarett in Fürstenried.

Große Teile der Ausstellung über den 1. Weltkrieg in der Sparkasse werden nun, nach Ende der Ausstellung im Heimatmuseum gezeigt. Dabei wird auch ein Faksimile des Buches zur Einsicht aufgelegt werden.

Titelseite.

Titelseite.

Joseph Pfasch starb als letzter am 17. Juli 1920 im Lazarett zu Fürstenried.

Joseph Pfasch starb als letzter am 17. Juli 1920 im Lazarett zu Fürstenried.

Eugen Weyland war ein hochdekorierter Soldat. Er wurde ausgezeichnet mit den Eisenen Kreuz, dem Militärverdienstorden mit Krone und Schwertern, der Österreichischen Tapferkeitsmedaille, der Medaille für 9jährige Dienstzeit und der Kaiser Wilhelm Medaille.

Eugen Weyland war ein hochdekorierter Soldat. Er wurde ausgezeichnet mit den Eisenen Kreuz, dem Militärverdienstorden mit Krone und Schwertern, der Österreichischen Tapferkeitsmedaille, der Medaille für 9jährige Dienstzeit und der Kaiser Wilhelm Medaille.

Unter den Soldaten aus der Pfarrei scheint auch ein Flieger gewesen zu sein, Andreas Ertl, der am 17. Mai 1918 in Flandern abstürzte.

Unter den Soldaten aus der Pfarrei scheint auch ein Flieger gewesen zu sein, Andreas Ertl, der am 17. Mai 1918 in Flandern abstürzte.

Johann Lipp aus der Gerberei Lipp am Johannisplatz war der erste Gefallene aus der Pfarrei Maria Dorfen

Johann Lipp aus der Gerberei Lipp am Johannisplatz war der erste Gefallene aus der Pfarrei Maria Dorfen

Am Ende des Buches signiert ganz bescheiden Schwester Maria Florentina von den Armen Schulschwestern.

Am Ende des Buches signiert ganz bescheiden Schwester Maria Florentina von den Armen Schulschwestern.

 

 

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Frühjahrsfahrt zu den „Oberen Filialen“ der Pfarrei Dorfen

Bei herrlicher Frühlingssonne machten sich über 50 Interessierte mit Bus, Auto und Radl am 14. April auf zur Besichtigung der „Oberen Filialen“ der Pfarrei Maria Dorfen, die heuer ihr 200-jähriges Bestehen feiern kann. Aus diesem Anlass führte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Wolfgang Lanzinger mit Unterstützung von Pfarrmesner Herbert Moser durch die Gotteshäuser von Frauenvils, Angerskirchen und Kienraching. Den Abschluss der Rundfahrt bildete Jaibing mit dem Besuch der Filialkirche, die der örtliche Kirchenpfleger Franz Sinseder vorstellte, und der Einkehr im Restaurant „Hofgalerie“. Am 3. Oktober wird eine zweite „Jubiläumsfahrt“ folgen, dann zu den „Unteren Filialen“.

 

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Der Vergangenheit auf der Spur.

Nachdem es seit 2008 immer wieder Hinweise darauf gab, dass in der Nähe von Kirchstetten, östlich von Dorfen, eine bajuwarische Hofgrablege nach und nach durch den Pflug zerstört wird, wurden ab 2011 auf Initiative von Andreas Schönek mehrere kleinere Untersuchungen in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege durchgeführt.

In der Woche vom 15. bis 19. Oktober 2012 kamen nun diese Arbeiten zum Abschluss. Gefördert durch das Sachgebiet Ehrenamt des Landesamtes für Denkmalpflege bemühten sich neben Facharchäologen auch zahlreiche freiwillige Helfer darum, dort die restlichen Gräber freizulegen. Diese Helfer kamen von Historischen Kreis Dorfen, vom Archäologischen Verein Erding, von der archäologischen Arbeitsgruppe des Museums Erding und interessierten Bürgern von Dorfen.. Auch die Besitzer des Grundstücks, Familie Josef Brandlhuber und die benachbarte Familie Martin und Elisabeth Bauer duldeten und unterstützten die Arbeiten bereitwillig. Ohne die vielen freiwilligen Helfer wären die Arbeiten nicht zu bewältigen gewesen.

Wertvolle Hilfe leistete auch der Bauwagen der Fa. Maier  Bau GmbH aus Kraham, der unter anderem als Grabungsbüro diente, besonders bei schlechter Witterung . Tatsächlich gelang es auch, ein weiteres Grab zu finden. Die Gebeine der bestatteten Person waren schon sehr stark verwittert. Gut erhalten haben sich aber ein Messer, zwei Riemenzungen und ein Sax, ein Kurzschwert wie es die einfachen Krieger in der Zeit der frühen Bajuwaren getragen haben.

Durch die Projektunterstützung des BLfD konnten nicht nur die gefährdeten Gräber geborgen, sondern auch einige Besonderheiten der Fundstelle genauer erforscht werden. Die ungewöhnliche Lage an einem steilen Abhang war im Blickpunkt der Geoarchäologin und Bodenkundlerin Dipl.-Geogr. Britta Kopecky-Hermanns. Sie sollte zusammen mit den Freiwilligen, darunter auch ein Geoarchäologe und eine Geomorphologin, untersuchen, ob und wie stark sich der Steilhanf in den 1300 Jahren seit der Anlage der Gräber wesentlich verändert hat. Hieraus werden sich auch Anhaltspunkte auf die Landschaft zur damaligen Zeit ergeben.

Die Ausgrabungen  in diesem Gebiet sind damit abgeschlossen und haben als Ergebnis die Erkenntnis gebracht, dass sich auch in unserer Gegend die eingewanderten Bajuwaren schon sehr früh niedergelassen haben und begannen, das Land zu besiedeln. Eine genaue Auswertung und Datierung der Funde wird in den nächsten Monaten erfolgen.

 

An der Grabungsstätte wird von den freiwilligen Helfern eifrig gearbeitet.

 

Sorgfältig und fachkundig wird das Kurzschwert eines bajuwarischen Kriegers freigelegt.

 

Wertvolle Hilfe leistete der Bauwagen der Fa. Maier Bau GmbH als Grabungsbüro und Werkzeugdepot.

 

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Paul Dubotzki – Abenteurer, Fotograph hinter Stacheldraht

Am Freitag, den 7. September wird in Dorfen im Sparkassensaal eine Ausstellung eröffnet über das Leben und Werk von Paul Dubotzki aus Dorfen. Dort sind sensationelle Fotos zu sehen, die Paul Dubotzki aus australischen Internierungslagern während des ersten Weltkrieges mit nach Hause brachte. Gezeigt wird auch sein Werk als Fotograf und Maler, mit dem er seine Heimat Dorfen in ihrer früheren Schönheit dokumentierte.

Eröffnet wird die Ausstellung am 7. September 2012 um 20.00 Uhr und ist dann am 8. und 9. September und am 15. und 16. September im Sparkassensaal in Dorfen jeweils von 14.00 bis 18.00 Uhr zu sehen.  

Paul Dubotzki (1891 – 1969)

Paul Dubotzki wurde 1891 in Ingolstadt als Sohn des Oberbahnmeisters Paul Dubotzki und dessen Ehefrau Auguste geboren. Nach seiner Schulzeit erlernte es das Handwerk eines Fotografen in Passau. Nach Abschluss der Lehrzeit war er in Lengries und Baden-Baden tätig. 1912 oder 1913 reiste er mit einer Südostasienexpedition in die Südsee. Dort wurde er in Deutsch-Neuguinea vom Ausbruch des Ersten Weltkrieges überrascht. Er konnte sich nach Adelaide in Australien absetzen, wurde aber dort als „Feindlicher Ausländer“ festgenommen und in ein Internierungslager gesteckt. Es dauerte einige Zeit, bis seine Eltern, die seit 1916 in Dorfen wohnten, über seinen Aufenthalt Bescheid wussten. In Australien war er in den Lagern Torrens Island, Holsworthy-Liverpool, Trial Bay und wieder Holsworthy-Liverpool interniert. Überall hatte er seine Kamera dabei und machte interessante und gekonnte Fotos von seiner Reise und seinem Aufenthalt in den Lagern. Diese sind nicht nur Fotos von hoher Qualität und künstlerischem Rang, sie sind auch wertvolle Geschichtsdokument über dieses Kapitel deutsch-australischer Geschichte.

Nach einer stürmischen Heimreise, auf der noch 22 Gefangene der Spanischen Grippe zum Opfer fielen, kam er  im Juli 1919 nach Dorfen, wo seine Eltern wohnten. Dort eröffnete er ein Fotogeschäft mit Filiale in Erding. Er heiratete 1921 die Buchdruckereibesitzerstochter Maria März. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Sohn Paul wurde später in Russland vermisst, die Töchter Isolde und Sieglinde erlernten ebenfalls das Fotografenhandwerk. 1931 erwarb er ein Haus am Rathausplatz neben dem Anwesen seiner Schwiegereltern und betrieb nun dort sein Fotogeschäft. Gestorben ist er 1969 in Dorfen und er liegt auf den städtischen Friedhof begraben. Seine Tochter Sieglinde führte das Fotogeschäft weiter.

In Dorfen erwarb es sich große Anerkennung als Schauspieler und Regisseur bei Theateraufführungen, als Entdecker alter Fotos und als meisterlicher Fotograf.

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Ein Dorfener auf der Titanic,

Eine Ausstellung des Historischen Kreises Dorfen in Zusammenarbeit mit der Pfarrei Maria Dorfen

Vor 100 Jahren, genau am 15 April 1912 geschah ein furchtbares Unglück. Das neu gebaute Luxusschiff Titanic, damals das größte Schiff der Welt, kollidierte auf seiner Jungfernfahrt vor Neufundland mit einem Eisberg. Es wurde der Länge nach aufgeschlitzt und sank nach zweieinhalb Stunden, obwohl es als unsinkbar galt. 1500 Passagiere verloren ihr Leben und nur 711 wurden gerettet.

Unter den Opfern befand sich auch der Benediktinerpater Joseph Peruschitz, der aus Dorfen stammte. Pater Peruschitz war Mönch in der Abtei Scheyern und sollte in Minnesota in den USA beim Aufbau eines Benediktiner-Gymnasiums helfen. Augenzeugen berichten, dass sich Pater Peruschitz, zusammen mit zwei anderen Priestern, beim Untergang des Schiffes als wahrer Held erwiesen hatte. Er half Frauen und ‚Kindern in die Rettungsboote und  obwohl man ihm einen Platz in einem Rettungsboot anbot, blieb er bei den Opfern der Katastrophe auf dem sinkenden Schiff, betete mit ihnen, segnete sie und bereitete sie auf den nahenden Tod vor.

Zur Erinnerung an dieses Unglück vor 100 Jahren und den tapferen Sohn Dorfens, präsentierten der Historische Kreis Dorfen  und die Pfarrei Maria Dorfen für den Zeitraum vom 13. April bis 29. April 2012 eine Umfangreiche Ausstellung im kath. Pfarrheim von Dorfen. Geleitet wurde der Aufbau von Dorfens Pfarrmesner Herbert Moser, der viele freiwillige Helfer zum Aufbau motivierte. Hans Wimmer aus Dorfen trug sein umfangreiches Fachwissen und manches Erinnerungsstück dazu bei. Er hatte sich schon seit Jahren mit der Familie und dem Leben von Pater Peruschitz befasst und ebenso mit den Umständen des Untergangs der Titanic und dazu umfangreiches Material gesammelt. Dieses Wissen vermittelte er auch am 15. April in einem Lichtbildervortrag im Pfarrheim einer interessierten Zuhörerschaft. Am 20 April fand am Familiengrab der Familie Peruschitz eine Gedenkfeier statt und im anschließenden feierlichen und anrührenden Gottesdienst gedachten die Gläubigen mit Pfarrer Johann Eschbaumer der Opfer der Schiffskatastrophe und besonders des Paters Peruschitz.

 

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